nun ist es schon wieder August und die Saison neigt sich dem Ende zu. Naja, meine Saison ging ja nicht so lange nach den ganzen Verletzungen in Frühjahr. Kitzbühel im Juni war ein Aufbauwettkampf für mich.

Anfang Juli wurde ich von der Medigreif Inselklinik in Heringsdorf eingeladen, um Kindern und Jugendlichen einen Einblick in meinen Sport zu geben. Die Klinik hatte mir die Kinder und Jugendlichen fast drei Tage anvertraut. Ich hatte mir ein Sportprogramm für jedes Alter einfallen lassen. Jedoch musste ich meine Planung umwerfen, da das Wetter sehr schlecht war. So konnte ich die Patienten vom Frühsport bis zu einer "Schwimmeinheit" in der Ostsee begeistern. Natürlich habe ich meine Anwesenheit an der Ostsee genutzt, um auch selber ein bisschen zu trainieren. Ich muss euch sagen, ein Besuch in den drei Königsbädern lohnt sich wirklich. Eine sehr schöne Promenade und sehr schön renovierte Strandvillen laden zum sporteln, bummeln und shoppen ein. Die Klinikleitung fand meinen Einsatz so gut, dass sie mich für Ende August wieder eingeladen hat. Ich freue mich schon riesig auf einen weiteren "Kurzurlaub" auf Usedom.

Mitte Juli stand nun mein zweiter Wettkampf in Landau/Isar auf dem Plan. Nach Kitzbühel hatte ich sehr viel an meiner Tempohärte gearbeitet. Es zahlte sich aus. Mit allen drei Disziplinen war ich sehr zufrieden, insbesondere mit meiner Rad- und Laufleistung. Die 5,5 km lange Laufstrecke konnte ich in 19:10 min absolvieren. Es reichte jedoch "nur" zum zweiten Platz, aber die noch bessere Laufleistung des Siegers musste auch ich neidlos anerkennen.

Die letzte Woche im Juli verbrachte ich in Fischen/Allgäu in einem kurzen Trainingslager. Nina hatte mir einen harten Plan geschrieben, nach dem Motto Qualität vor Quantität. So standen Tempoeinheiten in allen drei Disziplinen auf dem Plan. Besonders hart war die dritte Auffahrt zum Oberjoch (7 km) im GA 2 Bereich und die 3 x 3000 m im Laufen. In Anbetracht des schlechten Wetters war es eine sehr harte Woche, aber ich habe keine Einheit ausfallen lassen. Am Ende standen 10 km schwimmen, 380 km Rad, 71 km laufen und 3 Stunden Athletik in meinem Trainingstagebuch.

Ich bin mir sicher, dass diese Woche mir zu fast perfekten Leistungen in den letzten Wettkämpfen verhilft. Im August stehen der Triathlon in Regensburg (14.08.11) und der XL Triathlon in Berlin (Sprint) am Müggelsee auf dem Plan. Für den September bin ich mir noch nicht schlüssig, an welchen Wettkämpfen ich  teilnehmen werde.

euer Mario

Ich hatte euch ja im letzten Beitrag vom Experiment Kitzbühel berichtet. Das war es auch. Ich fange einfach mal von vorne an. Am Tag der Anreise war schönstes Wetter (28 Grad) und wir haben uns noch einen schönen Tag in Kitzbühel gemacht, Wettkampfunterlagen abgeholt, Wechselzone besichtigt und natürlich die Innenstadt von Kitzbühel angesehen. Und wer steht dann hinter mir an der Eisdiele, Macca. Mein schlechtes Englisch hielt uns aber nicht davon ab, einen kurzen Smaltalk zu halten. Ein ITU Worldcup-Rennen ist doch etwas Anderes. Alles ein wenig professioneller, so schien es am Anfang.

Am Samstag dann schon kühler mit 18 Grad und die Elite-Herren hatte stellenweise mit sehr starkem Regen zu tun. Die Wettkampfbesprechung für die "Jedermänner" war unter aller S... So viele falsche Informationen habe ich noch nie bekommen. Die Athleten mussten den Veranstalter immer wieder verbessern und hatten nur noch Fragezeichen in den Augen. Der Veranstalter hat einfach die Präsentation aus dem letzten Jahr genommen, obwohl die Strecken sich geändert hatten. Auch verlangte der Veranstalter von den Athleten einen durchschnittlich 10% igen Berg mit Schotterpiste hochzufahren. (Naja am Wettkampftag ging es dann, sie hatten eine Walze mehrfach über den Abschnitt fahren lassen).

So haben wir uns dann das Herrenrennen angesehen und Daniel (Ungerman) hatte mir vor dem Wettkampf den "Auftrag" gegeben, ihn richtig zu treiben beim Laufen. Wie gesagt, so getan. Ich musste auch feststellen, dass ich nicht alleine war mit meinen Verletzungssorgen. Daniel war kurz vor Kitzbühel verletzt und Nils Frommhold hat seit drei Monaten mit einem Ermüdungsbruch zu tun und war nur zum Zuschauen verdammt. Es war aber nicht der Tag der Deutschen, einige mussten das Rennen aufgeben und Daniel verpasste beim Laufen den Anschluss an die Spitzengruppe. Es war mal wieder eine Brownlee-Show.

So nun zu meinem Rennen, es war Sonntag und um kurz nach vier klingelte der Wecker. Der Regen hatte aufgehört, aber es lag tatsächlich Schnee auf den  umliegenden Bergen und es waren einstellige Temperaturen (überhaupt nicht mein Wetter). In der Wechselzone gab es dann die Info, dass es keine olympische Distanz gibt, alle starten im Sprint. Ich war eh schon schlecht drauf durch die durchnässte Wechselzone (überall stand das Wasser), die ar...kalten Temperaturen und die schlechte Organisation. Ich sagte mir, Augen zu und durch. In Anbetracht des sehr wenigen Trainings im Vorfeld und der Order von Dr. Buchhorn aus Straubing nur GA 1 zu trainieren, bin ich doch noch ganz zufrieden mit Platz 28 gesamt und Platz 7 in der AK. Aber es war wirklich s.. kalt. Beim Laufen musste ich drei Mal anhalten, weil ich dachte die Schuhe zu verlieren. Die Füße waren so eingefroren und haben sich zusammengezogen, dass ich das Gefühl hatte die Schuhe waren drei Nummern zu groß. Nach ca. 3 km wurde das Laufen angenehm und ich konnte noch Tempo machen, aber das Rennen ging ja nur noch 2 km. Da ich in Kitzbühel die Worldcupluft geschnuppert habe, habe ich mich entschieden evtl. beim ITU Rennen in Lausanne zu starten.

Im Anschluss haben wir uns noch das Damenrennen angesehen und kräftig angefeuert aber leider hat es nicht so viel für die Deutschen gebracht. Ach ja, meine Trainerin Nina Eggert huschte auch ein paar Mal an mir vorbei (als Betreuerin des DTU Kaders).

Jetzt genieße ich schon seit einigen Tagen das schöne Wetter in Neubrandenburg, trainiere auf meine nächsten Wettkämpfe hin und plane meinen Einsatz als Einsatzleiter (Chefkampfrichter) beim Karlsfelder Triathlon. Und natürlich werde ich in Roth auch wieder als Kampfrichter unterwegs sein. Also viel zu tun, packen wir es an. Ihr hört von mir.

euer Mario

So bitter und schwer mir diese Entscheidung jetzt fällt. Ich werde aus gesundheitlichen Gründen beim Airportlauf am Flughafen München (06.05.11), beim Deggendorfer Triathlon (22.05.11) und beim Speedman in München (28.05.2011) nicht an den Start gehen.

Euer Mario

Ende April wurde ich zur Sichtung der Bundespolizei für die Deutschen Polizeimeisterschaften im Triathlon für eine Woche nach Lübeck eingeladen. Nach meiner Verletzung dachte ich, dass ich alle Einheiten mitmachen kann. Leider war es nicht so, schon am ersten Tag hat sich mein linker Unterschenkel wieder gemeldet. Es wurde so stark, dass ich die Notfallaufnahme für Orthopädie der Universitätsklinik Lübeck aufsuchen musste. Hier wurde ich von einem Arzt des Radteams Columbia-HTC behandelt. Er verordnete mir absolute Rad- und Laufpause. Naja, so konnte ich mich auf das Schwimmen konzentrieren und machte ein Schwimmtrainingslager aus dieser Situation. Auch leitete ich für mich bei 11 Grad Wassertemperatur die Open Water Saison ein.

Anfang Mai hatte ich sowieso einen Termin bei Dr. Bernd Wolfarth in München. In Zusammenarbeit mit Ihm und Dr. Christian Schneider (Privatambulanz Orthopädie Schön Kliniken Harlaching) wurde mir eine 4-5 wöchige Trainingspause verordnet und viel viel Ruhe und möglichst keine Belastung für den Fuß. Das war eine sehr harte Zeit, kein Training und Zeit ohne Ende. Aber auch diese Zeit war mal nicht schlecht. Der Körper nimmt sich halt die Ruhe, die er braucht.

Daraufhin musste ich alle Wettkämpfe für Mai absagen und ich hoffe, dass das Experiment Kitzbühel am 19. Juni nicht schief geht. Ich habe mir vorgenommen dort zu starten, um auch einige Athleten des DTU Kaders mal wieder zu sehen.

Nun habe ich schon einige Schwimm- und Radeinheiten wieder in den Armen bzw. Beinen und das ohne jegliche Schmerzen. Heute habe ich das o.k. bekommen, dass ich am Montag langsam und locker in das Lauftraining einsteigen kann. Ich bin schon ziemlich aufgeregt.

Aber trotzdem ist die "Sache Verletzung" noch nicht beendet. Ich muss noch eine neue Lauf- und Bewegungsanalyse machen, brauche neue Einlagen und wohl neue Schuhe. Es ist also noch Einiges zu tun. Aber mit der Orthopädietechnik Ertl Renz in München und Thomas Weber vom Runners Point Neubrandenburg habe ich sehr gute Partner.

Übrigens, vielen Dank "Magic" von Magic Sportfood für den neuen Neo. Es ist ein Sondermodell von Blueseventy Helix im Magic Sportfood Design. Er schwimmt sich echt traumhaft. Der beste Neo, den ich je geschwommen bin.

euer Mario

Rotor