Wie angekündigt, habe ich am Triathlon in Regensburg (olympisch) und am Berlin Triathlon XL (Sprint) teilgenommen.

Einen Besuch beim Ironman Regensburg hatte ich zuvor genutzt, um mir die Radstrecke anzuschauen. Ich hatte gehört, dass diese extrem anspruchsvoll sein soll und sie war es auch. Aber nun der Reihe nach.

Ich hatte mich im Allgäu auf beide Wettkämpfe sehr gut vorbereitet  und fühlte mich sehr stark. Das Schwimmen ist ja nicht so meine Sache. So auch wieder in Regensburg. Die Arme waren recht schwer und ich konnte nicht so richtig das Tempo finden. Trotzdem kam eine für mich gute Zeit von 24 min raus.

Dass die Radstrecke sehr schwer war, wusste ich ja. Trotzdem ging ich ein sehr hohes Risiko ein, bin gleich von Anfang an mit Vollgas gestartet und konnte das Tempo auch bis zum Ende halten. Bei dieser schweren Strecke konnte ich mit einer Zeit von einer Stunde sehr zufrieden sein. Es war die 11. Radzeit.

Jedoch musste ich für das hohe Tempo beim Radfahren auf der Laufstrecke ein bisschen büßen. Die Beine waren nicht so locker wie gedacht. Es war sehr heiß und die Laufstrecke sehr unrythmisch zu laufen. Ich habe mich echt gequält, habe selbst den einen oder anderen Zuschauer an der Strecke nicht mehr wahrgenommen. Und dann? Ich bin tatsächlich am Ziel vorbei gelaufen. Dies hat mich ca. 30-40 sec und zwei Plätze in der Gesamtwertung gekostet. Das passiert mir nie wieder, versprochen.

Mit einem sehr guten 15. Gesamtplatz und Platz 2 in der Altersklasse war ich sehr zufrieden, insbesondere weil es ein sehr starkes Starterfeld war. Zur Belohnung wurde mir ein sehr leckeres Eis gesponsert. Vielen Dank an den Sponsor.

Nun stand eine Woche später der Triathlon XL in Berlin auf dem Plan. Nur nicht zu viel trainieren in der Woche zwischen beiden Wettkämpfen und auch nicht zu wenig machen, sagte ich mir. Es ist wirklich eine Gradwanderung. Es sollte sich jedoch herausstellen, dass ich genau die richtige Mischung gefunden hatte. Die Gegend am Berliner Müggelsee war schon mal echt schön, die Radstrecke war sehr flach und die Laufstrecke im Wald. Alles sehr gute Vorzeichen für mich. Jedoch gab es eine Engstelle auf der Radstrecke, welche mir später noch zum Verhängnis werden sollte.

Das Schwimmen lief verdammt gut. Diese Vorbereitung muss ich mir unbedingt merken. So müsste es immer sein beim Schwimmen. Schneller Wechsel und rauf aufs Rad und es gab nur eins, Vollgas über die knapp 30 km. Mit 42 min hatte ich die 3. Radzeit und das Feld von hinten aufgerollt. Und hier kommt jetzt wieder die Engstelle ins Spiel. Der 2. Platz fuhr ca. 20 sec vor mir über die Brücke (Engstelle). Dann jedoch lies die Polizei eine Kolonne Autos durch und es kam zum Stau. Ich musste anhalten und absteigen. Dieses kostete mich über 30 sec und am Ende des Wettkampfes wohl den 2. Platz.

Ich bin als vierter auf die Laufstrecke gewechselt und wieder Vollgas. Der Dritte war schnell eingeholt und der Zweite in unmittelbarer Sichtweite. Aber ein Kilometer vor dem Ziel stand fest, dass ich Platz 2 nicht mehr schaffe. So nahm ich ein wenig Tempo raus. Die Laufzeit war mit 19:19 auf 5,2 km trotzdem noch sehr passabel. Es war fast ein perfekter Wettkampf. Ich sollte mich wohl auf die Kurz- und Sprintdistanz konzentrieren. Die Strecken scheinen mir zu liegen.

Jetzt ist so ein wenig die Luft raus, aber vielleicht kann ich mich noch für einen Abschlusswettkampf im September motivieren. Ich denke da an den Isarman in Mossburg (Isar) oder an ein Zeitfahren in Amberg. Mal sehen, ihr hört wieder von mir.

euer Mario

Rotor